Elektromotorische Kraft (EMK)
Die in einer Spule durch die Flussänderung induzierte Spannung.
Definition
Die elektromotorische Kraft (EMK), bezeichnet mit E, ist die in einer Wicklung unter dem Einfluss eines veränderlichen magnetischen Flusses induzierte Spannung. Sie wird in Volt ausgedrückt und folgt dem Faradayschen Gesetz: E = −N × (dΦ/dt), wobei N die Windungszahl und dΦ/dt die Änderungsgeschwindigkeit des Flusses ist.
In einem Transformator bestimmt die Sekundär-EMK die Leerlauf-Ausgangsspannung. Je höher die Windungszahl, desto größer die induzierte EMK: Das ist die Grundlage des Übersetzungsverhältnisses. Die Primär-EMK wirkt fast vollständig der Versorgungsspannung entgegen (Gegen-EMK), was den im Leerlauf aufgenommenen Strom begrenzt.
Der ABL-Tipp
Die EMK hängt von der Frequenz ab: Ein für 50 Hz ausgelegter, mit 60 Hz versorgter Transformator sieht seinen Fluss — und damit seine Erwärmung — sinken, der umgekehrte Fall kann ihn sättigen. Geben Sie stets Ihre Netzfrequenz an.