Magnetischer Fluss
Das vom Kern geleitete Magnetfeld, Träger der Kopplung zwischen den Wicklungen.
Definition
Der magnetische Fluss, bezeichnet mit Φ und in Weber (Wb) ausgedrückt, gibt die Menge an Magnetfeld an, die eine Fläche durchsetzt — typischerweise den Querschnitt eines Transformatorkerns. Er ist der physikalische Träger, der die Energie von der Primär- zur Sekundärseite befördert.
Der vom Primärstrom erzeugte Fluss wird vom magnetischen Kreis (dem Kern) geleitet, um den durch die Sekundärwicklung verlaufenden Anteil zu maximieren. Ein gut geführter Fluss bedeutet gute Kopplung und hohen Wirkungsgrad; Fluss, der aus dem Kern „austritt”, bildet den Streufluss, verantwortlich für die Streuinduktivität und einen Teil der Impedanz.
Der Flusswert hängt von der angelegten Spannung und der Frequenz ab, nicht aber von der Last: Ein Transformator arbeitet vom Leerlauf bis zur Volllast mit nahezu konstantem Fluss.
Der ABL-Tipp
Schlecht geführter Fluss strahlt ab und kann empfindliche Elektronik in der Nähe stören. Für kritische Umgebungen (Audio, Messtechnik, Medizin) bietet ABL Transfo Ringkerne und Abschirmungen, die den Fluss einschließen.