Magnetischer Widerstand (Reluktanz)
Der „Widerstand” des magnetischen Kreises gegen den Fluss.
Definition
Die Reluktanz ist das magnetische Äquivalent des elektrischen Widerstands: Sie drückt den Widerstand eines magnetischen Kreises gegen den Aufbau eines Flusses aus. Je geringer die Reluktanz, desto leichter lässt sich der Fluss treiben und desto besser die Kopplung des Transformators.
Sie hängt von der Kerngeometrie (Länge und Querschnitt des magnetischen Kreises) und der Permeabilität des Materials ab: Ein langer, schmaler Kern oder ein wenig permeables Material weist eine hohe Reluktanz auf. Ein Luftspalt — selbst ein kleiner — erhöht die Reluktanz stark, da Luft den Fluss sehr schlecht leitet.
Die Reluktanz zu minimieren bedeutet, den zum Flussaufbau nötigen Magnetisierungsstrom zu minimieren und so den Leerlaufwirkungsgrad zu verbessern.
Der ABL-Tipp
Schlecht verspannte Kernpakete erzeugen Mikro-Luftspalte, die Reluktanz, Leerlaufstrom und Geräusch erhöhen. ABL Transfo achtet auf Verspannung und Schichtung der Bleche für einen optimalen magnetischen Kreis.