Bimetallstreifen (Thermoschutz)
Die Sicherheitseinrichtung, die den Transformator vor Überhitzung schützt.
Definition
Der Bimetallstreifen ist eine thermische Schutzeinrichtung aus zwei fest verbundenen Metallstreifen mit unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten. Unter Wärmeeinwirkung führt der Ausdehnungsunterschied zu einer mechanischen Verformung, die einen elektrischen Kontakt öffnet oder schließt — und so die Versorgung unterbricht oder einen Alarm auslöst.
In Transformatoren wird der Bimetallstreifen in Kontakt mit den Wicklungen oder dem Kern angebracht, dort wo die Temperatur am höchsten ist. Er wird wirksam, wenn die Temperatur die Schwelle seiner Wärmeklasse überschreitet (Klasse B: 130 °C, Klasse F: 155 °C, Klasse H: 180 °C). Ohne diesen Schutz könnten bei einem überlasteten oder schlecht belüfteten Transformator die Isolierstoffe unwiederbringlich Schaden nehmen.
Bimetallstreifen sind in der Regel selbstrückstellend (der Kontakt schließt wieder, sobald die Temperatur gesunken ist) oder manuell (ein physischer Eingriff ist erforderlich). Für kritische Anwendungen werden sie mit weiteren Sensoren kombiniert: PT100-Fühler, PTC-Thermistoren oder elektronische Thermostate.
Der ABL-Tipp
ABL Transfo integriert systematisch einen Thermoschutz bei Leistungstransformatoren und bei Transformatoren für anspruchsvolle Umgebungen (hohe Last, schlechte Belüftung, geschlossene Schränke). Für medizinische oder sicherheitsrelevante Anwendungen können wir eine redundante Temperaturüberwachung vorsehen.